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Geschichte der Wasserwacht Germering

Anläßlich der immer größer werdenden Anzahl der Badegäste am Germeringer See wurde am 30. Mai 1974 die Ortsgruppe Germering/Unterpfaffenhofen gegründet. Die erste Vorstandschaft setzte sich zusammen aus dem Ortsgruppenleiter Helmut Mayerle, dem Technischen Leiter Reinhard Mosel, der Kassenwartin Christine Mosel, dem Schriftführer Heribert Mania, dem Gerätewart Horst Behnke und dem Jugendwart Martin Greger. Mit der kleinen Gruppe von Wasserwachtlern übernahm sie die Überwachung des Germeringer Sees. Da der Bau einer festen Rettungsstation wegen Unklarheiten über den Standort auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste, wurde der Wachdienst zunächst in einem Baustellenwagen und anschließend in einem Iglu versehen.

 Am 20. August 1975 begann der Bau der Wasserwachtstation. Schon nach sechs Wochen Bauzeit konnten die Wasserwachtler das Blockhaus einweihen. Von nun an konnte ein optimaler Wachdienst versehen werden. Diese Bereicherung der Germeringer Wasserwacht wurde von der Bevölkerung dankend angenommen.

Durch die Expansion des Wasserrettungsdienstes wurde es 1975 notwendig, Tauchgeräte und Taucheranzüge anzuschaffen, die dem damaligen neuesten Entwicklungsstand entsprachen. 1993 mussten diese bereits veralteten Ausrüstungen erneuert werden, hinzu kam auch ein Kompressor zum Befüllen der Sauerstoffflaschen.

Dank einer großzügigen Spende im Jahr 1998 war die Wasserwacht-Ortsgruppe Germering in der glücklichen Lage, die Taucherrettungswesten (auch Jacketts genannt) auf den neuesten Stand zu bringen. Mit Hilfe dieser Geräte ist es möglich, bei einem größeren Badeunglück schnelle Hilfe leisten zu können. Für Katastrophen und andere Unfälle kann dank dieser Ausrüstung auch die SEG darauf zurückgreifen. Eine gründliche zweijährige Ausbildung zum Taucher, dazu häufiges Üben und gewissenhafte Pflege der Geräte sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz. Der geringste Fehler kann das Leben des Tauchers gefährden und eine Rettung zunichte machen. Gewissenhaftigkeit und Kameradschaft sind daher oberstes Gebot für uns. 

Das Einsatzgebiet erstreckt sich auf die oberbayerischen Seen und Flüsse. Unsere Aufgaben sind, neben Bergung von Verunglückten, das Bergen von Spiel- und Sportgeräten, aber auch die Reinigung der Seen. Damit leisten auch die Taucher einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz.

Getaucht wird Sommer wie Winter, teils aus eigenem Antrieb, teils zur Unterstützung von Polizei, Feuerwehr, THW und anderen Ortsgruppen der Wasserwacht.

Mit der Einweihung des Erholungsgebietes Parsberg am 21. Juli 1977 wurde die Verantwortung der Germeringer Wasserwacht erheblich vergrößert. Der See wurde um fast die doppelte Wasserfläche erweitert und damit so attraktiv, dar auch gerne Badegäste aus München und den umliegenden Gemeinden ins Naherholungsgebiet kamen. 

Im Jahre 1980 erhielt die Hütte am Germeringer See einen eigenen Stromanschluß, der von den Mitgliedern herbeigesehnt worden war.

Bis 1982 hatte die Wasserwacht Germering Dienst im Hallenbad und am See geleistet. Mit dem Ende der Bauarbeiten am Germeringer Freibad 1982 wurde dort eine weitere Rettungsstation eingeweiht. Erstmals hatte die Germeringer Wasserwacht über 300 Mitglieder.

In den folgenden Jahren wurde dann der Ausbildungsstand der Wasserwachtler deutlich erhöht. Besonders wurden jedes Jahr viele Rettungsschwimmer ausgebildet oder auf Fortbildung geschickt.

Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der Germeringer Wasserwacht wurde durch die Stadt Germering erst möglich. Die Stadt genehmigte im Dezember 1991 nach langer Zeit die lang gewünschte Wasserleitung und den Kanalanschluss.

Die SEG (Schnelle Einsatz-Gruppe) wurde 1994 ins Leben gerufen. Seit 1998 mit einer SEG aufwarten, da die Wasserwacht ein SEG-Fahrzeug bekommen hat. Dieses SEG-Fahrzeug wurde mit einem 2-m- + einem 4-m-Funkband, sowie mit Halterungen für Taucherausrüstungen ausgestattet, um bei Rettungseinsätzen schneller vor Ort sein zu können. Untergebracht ist das SEG-Fahrzeug in einer Garage in Germering, die eigens dafür umgebaut und renoviert worden ist. Zwei Raftingboote, eine Seilfähre und weiteres zum Teil selbst entwickelte Rettungsgeräte dienen als Hilfsmittel zur Rettung aus fließenden und stehenden Gewässern.

In den letzten 40 Jahren haben die Germeringer Wasserwachtler etwa 140.000 Stunden Dienst und über 9.000 mal Erste Hilfe geleistet. 

Allein diese Zahlen sprechen für sich und zeigen den Erfolg aber auch die Notwendigkeit, in dieser Richtung tatkräftig weiterzuarbeiten. 

Die Jugendgruppe ist ein wichtiger Bestandteil der Ortsgruppe, denn sie ist der Nachwuchs. Die Jugendlichen sind alle zwischen 6 und 17 Jahre alt. Im Training werden sie auf den späteren Wachdienst vorbereitet. Aber auch die "Größeren" trainieren gewissenhaft, um den Anforderungen, die sie am Germeringer See erwarten, gerecht zu werden. Die "Kleineren" werden spielerisch auf die Aufgaben der Wasserwacht vorbereitet, denn Spaß soll es ja auch machen. Um die Zusammengehörigkeit zu fördern, werden Freizeitaktivitäten angeboten, wie z. B. die alljährlichen Frühjahrs- und Herbstfahrten in die Königstherme nach Königsbrunn bei Augsburg, Skifahrten für die älteren Jugendlichen, Zeltlager und Hüttenfahrten, Besichtigungen, Aktivitäten am See. Auch wird das Interesse der Jugendlichen an der Natur geweckt. Die Wichtigkeit des Naturschutzes spielt dabei eine große Rolle. Der Erfolg dieser vielseitigen und abwechslungsreichen Jugendarbeit spiegelt sich in den ständig steigenden Mitgliederzahlen der Jugendgruppe wider. Auch wenn später nicht alle Jugendlichen aktiv in der Wasserwacht tätig werden, so bietet die Wasserwacht doch den Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. 

Die Wasserwacht feierte mit einem großen Sommerfest am 2014 ihr 40jähriges Bestehen. Alle Freunde der Wasserwacht waren herzlich eingeladen. Neben vielen Attraktionen für die Kinder wie zum Beispiel ein Badewannenrennen, waren Informationsstände und Rettungsübungen geplant. Das traditionelle Fischerstechen, nach Kaffee und Kuchen, fehlte natürlich auch nicht. Nach den Siegerehrungen wurden unsere Gäste mit Grillen und einem gemütlichen Abend bis zum Fackelschwimmen unterhalten.